L(I)EBEN IM VERBORGENEN – Zwischen Stonewall und der Ehe für alle

New York in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969. Nach einer Razzia der Polizei widersetzen sich schwule Männer und Transgender erstmals der Willkür und Diskriminierung durch staatliche Behörden. Bis heute gilt dieses Ereignis als Wendepunkt im Kampf für Akzeptanz und Gleichberechtigung von Homosexuellen.

Jedes Jahr wird überall auf der Welt im Rahmen der Christopher-Street-Days an dieses Ereignis erinnert.

Doch was geschah zum gleichen Zeitraum in der ehemaligen DDR? Welche Rolle spielte der Aufstand für die Lesben und Schwulen dort?

Im Rahmen einer multimedialen Ausstellung möchten Gleichstellungsbüro und Universitätsarchiv der Universität Leipzig unter anderem diese Fragen näher beleuchten. Das Projekt „L(I)EBEN IM VERBORGENEN“ schlägt dabei den Bogen vom Stonewall-Aufstand bis in die heutige Zeit und geht auf die Entwicklung der rechtlichen Gleichstellung ein. Den Mittelpunkt bildet ein bisher unbekannter Schatz des Leipziger Universitätsarchives. Eher zufällig wurden dort Fotos des bekannten Leipziger Fotografen Armin Kühne entdeckt, die private Einblicke in das homosexuelle Leben in den 1970er Jahren in der DDR ermöglichen.

Dabei wird deutlich, dass sich dieses vor allem im geschützten, privaten Rahmen abspielte. Gezeigt werden außerdem Videoausschnitte aus Zeitzeugeninterviews.

„Mit dem mittlerweile vierten gemeinsamen Ausstellungsprojekt widmen wir uns erneut einem gesellschaftlich relevanten Thema. Universitätsarchiv und Gleichstellungsbüro kommen damit ihrem Anspruch nach, auch über die Grenzen der Universität hinaus für Vielfalt und Weltoffenheit zu werben und ihr Wissen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen“ , so Georg Teichert, Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig.

Die Ausstellung wird am 04 .Juli 2019 ab 18 Uhr mit einer Vernissage im Neuen Augusteum eröffnet. Neben dem Prorektor für Bildung und Internationales, Prof. Dr. Thomas Hofsäss, wird auch der Antidiskriminierungsbeauftragte der Staatsregierung, Frank-Peter Wieth, sprechen. Die Ausstellung ist bis zum 18. August 2019 im Foyer des Neuen Augusteums zu besichtigen.

Medienvertreter_innen sind recht herzlich eingeladen.


letzte Änderung: 01.07.2019 

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