Im Mutterschutzgesetz ist der Schutz (werdender) Mütter am Arbeitsplatz geregelt. Das Mutterschutzgesetz gilt für

  • alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, auch für
  • Frauen mit einem befristeten Arbeitsvertrag  (z.B. Studentinnen), Teilzeitbeschäftigte, Auszubildende und für
  • Frauen, die einer geringfügigen Beschäftigung (Minijob) nachgehen.

Schwangere Frau hat Hand am BauchVoraussetzung: Die Zeit des Mutterschutzes, 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt des Kindes (bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen) fällt in die Zeit eines bestehenden Beschäftigungsverhältnisses. Mit Ablauf der Befristung hört der Mutterschutz auf.

 

Meldung der Schwangerschaft

Damit die Mutterschutzbestimmungen eingehalten werden können, sollte die Universität Leipzig (UL) als Arbeitgeberin über die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin informiert werden, sobald Ihnen diese bekannt sind. Wird eine ärztliche Bescheinigung verlangt, so muss die UL die Kosten hierfür übernehmen.

Für die Mitteilung der Schwangerschaft können Sie eine formlose E-Mail an die zuständige Personalsachbearbeitung senden werden oder zu den  persönlich abgeben. Sie erhalten eine Bestätigung der Meldung mit Hinweisen zu Mutterschutzfristen und arbeitsrechtlichen Aspekten. Im Anschluss wird das Büro für Umweltschutz und Arbeitssicherheit sich für eine Gefährdungsprüfung mit Ihnen in Verbindung setzen. Diese wird an die Landesdirektion Sachsen übermittelt.

Die Universität Leipzig ist durch Gesetz verpflichtet, der Landesdirektion Sachsen die Schwangerschaft anzuzeigen. Als zuständige Aufsichtsbehörde können sich sowohl die schwangeren Frauen wie auch die UL mit allen Fragen an die Mitarbeiter_innen dort wenden, die sich aus der Anwendung der Schutzvorschriften ergeben.

Freistellungen

Freistellung für Vorsorgeuntersuchungen

Für Vorsorgeuntersuchungen, die nur während der Arbeitszeit möglich sind, ist die werdende Mutter von der Arbeit freizustellen. Ein Verdienstausfall entsteht nicht. 

Stillpausen während der Arbeitszeit

Die Zeit zum Stillen ist durch das Mutterschaftsgesetz gesichert:

  • mindestens zweimal täglich eine halbe Stunde oder
  • einmal pro Tag eine Stunde
  • Bei einer zusammenhängenden Arbeitszeit von mehr als acht Stunden soll auf Verlangen der Frau zweimal eine Stillzeit von mindestens 45 Minuten oder - wenn in der Nähe der Arbeitsstätte keine Stillgelegenheit vorhanden ist - einmal eine Stillzeit von mindestens 90 Minuten gewährt werden. (Die Arbeitszeit gilt dann als zusammmenhängend, wenn sie nicht durch eine Ruhepause von mindestens zwei Stunden unterbrochen wird.)

Ein Verdienstausfall darf durch die Stillzeit nicht eintreten. Die Stillzeit darf von der stillenden Mutter auch nicht vor- oder nachgearbeitet und nicht auf die festgesetzten Ruhepausen angerechnet werden.

Mutterschutz und Elternzeit

Wenn die Arbeitgeberseite rechtzeitig informiert wird, schließt sich die Elternzeit nach dem Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG) unmittelbar an die Mutterschutzfrist an. Nach dem Ende der Schutzfrist können Mütter ihre Arbeit aber auch wieder aufnehmen und die Elternzeit erst zu einem späteren Zeitpunkt antreten. Die Elternzeit muss bei der Arbeitgeberseite spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn angemeldet werden! Mehr Informationen finden Sie unter dem Punkt Elternzeit.

Informationen zu weiteren wichtigen Aspekten, die im Mutterschutzgesetz geregelt sind wie z.B.

  • Schutz des Arbeitsverhältnisses (Kündigungsverbot)
  • Schutz für Mutter und Kind am Arbeitsplatz
    Generelles Beschäftigungsverbot
    Individuelles Beschäftigungsverbot
  • Mutterschaftsgeld

finden Sie im Leitfaden zum Mutterschutz (herausgegeben vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend):


letzte Änderung: 15.06.2018 

Sprechzeiten der Personalsachbearbeitung

Dienstag:
09.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag:
09.00 - 12.00 Uhr

bzw. nach Vereinbarung
Sachgebietsleiter nur nach Vereinbarung