Gesprächsrunde und Vernissage POST-BINÄR

Veranstaltung POST-BINÄR – Hochschulen und die Dritte Option

05. November 2018, 18:00 Uhr
@ Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig

Mit Verweis auf das vom Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht, entschied das Bundesverfassungsgericht Anfang November 2017, dass intersexuellen Menschen eine Eintragung abseits von »männlich« und »weiblich« in das Geburtenregister ermöglicht werden muss. Menschen, die sich nicht als männlich oder weiblich identifizieren, stand bislang keine Möglichkeit zur Verfügung, ihre Geschlechtsidentität adäquat und rechtlich abgesichert anzugeben. Bis Ende 2018 ist der Gesetzgeber nun verpflichtet, eine Neuregelung zu schaffen.

Institutionen, wie die Universität Leipzig, stehen vor der Herausforderung, Geschlecht gerecht zu denken und danach zu handeln. Unter dem Titel POST-BINÄR veranstaltet der Gleichstellungsbeauftragte der Universität Leipzig deshalb eine Gesprächsrunde, welche die notwendigen Veränderungen in öffentlichen Verwaltungen angesichts des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts zur dritten Option thematisieren soll.

Die Gesprächsrunde zum Anlass nehmend, wird am selben Abend die Fotografie-Ausstellung »go between – dazwischen« der halleschen Fotografin Yvonne Most im Gleichstellungsbüro eröffnet. Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche zwischen den Geschlechtern. 25 Portraits nähern sich der stillen Intimität der Geschlechteridentität, bewahren diese und machen sie authentisch und eindringlich sichtbar. Die Ausstellung wird des Weiteren im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig zu sehen sein.

»Sobald die traditionelle binäre Einteilung der Geschlechter in männlich und weiblich verlassen wird, kommt es häufig zu einer Sprachlosigkeit, welche nicht nur für viele Menschen Herausforderungen in der Kommunikation birgt, sondern auch für öffentliche Institutionen wie beispielsweise die Universität Leipzig. Viele Verwaltungsabläufe fußen auf dem Verständnis der Kategorien ›männlich‹ und ›weiblich‹. Mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts und den umzusetzenden Änderungen wird es nun noch relevanter, diese empfundene Sprachlosigkeit zu brechen. Und genau das soll in der Gesprächsrunde angestrebt werden. Ich freue mich auf einen konstruktiven und aufschlussreichen Abend, an welchem wir Probleme thematisieren und vielleicht sogar Handlungsempfehlungen ableiten können, um den Diversitätsgedanken unserer Hochschule noch weiter zu stärken.«, so Georg Teichert, Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig.

Kontakt

Gleichstellungsbüro
der Universität Leipzig

Strohsackpassage

Nikolaistr. 6-10
04109 Leipzig

Telefon: 0341 97-30090
Fax: 0341 97-39290

E-Mail:
gleichstellung(at)uni-leipzig.de

 

Im Überblick

POST-BINÄR
05.11.2018, 18:00-19:30 Uhr

Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig
Nikolaistr. 6-10, Raum 3.49
04109 Leipzig

Gesprächsrunde und Vernissage mit:
Lucie Veith (Intersexuelle Menschen e.V.)
Julia Steenken (Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität dgti e.V.)
Dr.in Anja Schmidt (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Yvonne Most (Fotografin)

Moderation: Georg Teichert (Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig)

Das Plakat können Sie hier runterladen.

Hinweise

Die Räumlichkeiten des Gleichstellungsbüros sind barrierefrei zugänglich.
Sollten Sie vor Ort Assistenz benötigen, informieren Sie uns bitte bis zum 29.10.2018 via gleichstellung(at)uni-leipzig.de

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Im Rahmen der Veranstaltung werden Bildaufnahmen erstellt, welche anschließend für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, zögern Sie nicht, uns am Tag der Veranstaltung darüber in Kenntnis zu setzen.