"Ohne Frauen ist kein Staat zu machen. Oder. Die Revolution war (auch) weiblich."

Wann?
Do 13. 11.2014
18:00 Uhr

Wo?
Universität Leipzig Neues Paulinum Augustusplatz

Was?
Aktionstag:
Open Space, Multimedialer-Filmtrailer Offenes Diskussionspodium

Wer?
Frauenkultur Leipzig, Frauen für Frauen e.V. Leipzig, Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig und Agentur Transit.

Hintergrund:
In der Zeit von Oktober 1989 bis zu den ersten demokratischen Wahlen in der DDR im Mai 1990 bzw. bis Ende 1990, waren Frauen und Männer aller Altersgruppen in gesellschaftlichen Zusammenhängen "voller Empathie unterwegs". Für einen Augenblick war alles möglich! Und Frauen standen, wie auch bei den Demonstrationen, "in der ersten Reihe" und waren an allen politischen Entscheidungen unmittelbar beteiligt - in einer Konkretheit, die eine neue politische Dimension beinhaltete. Am 03. Dezember 1989 wurde das Manifest für einen unabhängigen Frauenverband veröffentlicht - unter dem Leitsatz "Ohne Frauen ist kein Staat zu machen."
25 Jahre später haben diese Fragen und Sichtweisen von aktiven Frauen der ehemaligen DDR erschreckend wenig an Aktualität verloren. Und wie vor 25 Jahren haben "Frauen*fragen" unverändert kaum eine Lobby. und werden gleichstellungspolitische Aktionen zu mehr Geschlechtergerechtigkeit nicht selten in die Kategorie "nachrangig" eingestuft.
Der Filmtrailer dokumentiert die Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs u.a. mit Archivmaterialien der Vereine Frauen für Frauen, Frauenkultur und RosaLinde. Es werden Archiv-Materialien gezeigt aus der ersten autonomen Frauenzeitschrift in der DDR "Zaunreiterin", aus der "DAZ" (Die Andere Zeitung), von der Gründung des UFV (Unabhängiger Frauen-Verband) bzw. der Fraueninitiative Leipzig und der Gründung des Ersten autonomen Frauenhauses.
Im Open Space ist Zeit zum Austausch, Zeit zum Sehen und Hören und natürlich zum Fragen stellen. Es kann geblättert und gelesen werden. in ausgelegten Materialien, Dokumentationen aus bzw. zu dieser Zeit.

Im offenen Podium diskutieren:
GABI ESSBACH, Mitgründerin des 1. Autonomen Frauenhauses
KATHRIN DARLATT, Gründung der RosaLinde noch zu DDR-Zeiten
Dr. SUSANNE WAGNER, Mitaufbau des StuRa / Gründerin des "Referat für Frauen- und Lesbenpolitik und -kultur"
CHRISTIANE EISLER, engagierte Fotografin damals und heute, Gründerin der Fotoagentur Transit
GEORG TEICHERT, Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig
Moderation: CHRISTINE RIETZKE, Mitgründerin der ersten Frauenzeitschrift in den Neuen Bundesländern "Zaunreiterin"

Eintritt: frei