Katalog #3G Gattin. Gasthörerin. Gleichstellung.

+++ Rückblick +++

Unter dem Motto „Ohne Frauen ist keine Universität zu machen“ wurde am 27.10.2016 in den wunderschönen Räumlichkeiten der Sächsischen Landesmedienanstalt der erweiterte Ausstellungskatalog #3G Gattin. Gasthörerin. Gleichstellung. in einem feierlichen Rahmen präsentiert und dem Rektorat (vertreten durch Prorektor Prof. Dr. Thomas Lenk) übergeben.

Gewidmet war der Abend all jenen mutigen und inspirierenden Frauen, die sich für Bildungsgerechtigkeit an der Alma Mater Lipsiensis einsetzten und einsetzen. Denn dass es auch weiterhin Bemühungen um Bildungsgerechtigkeit bedarf, wurde während des Abends immer wieder deutlich.

So gab Frau Brunhild Fischer (Vorsitzende der Versammlung der Sächsischen Landesmedienanstalt) in ihren Begrüßungsworten mit Blick auf das im Katalog sichtbar gemachte Wirken der Frauen der Alma Mater Lipsiensis zu bedenken, dass auch in vielen anderen Bereichen das Schaffen, der Einfluss und der Erfolg von Frauen unbemerkt und nicht angemessen gewürdigt geschieht.

Frau Prof.in Dr.in Irene Schneider-Böttcher (DIU. Dresden International University) betonte in ihrem Festvortrag die Dringlichkeit der Bemühungen um Gleichstellung und verwies unter anderem auf den aktuellen Gender Gap Report, nach dem es noch 170 Jahre dauern wird, bis Frauen und Männer dieselben Chancen erhalten – falls es im bisherigen Tempo weitergeht.

Und auch in den interaktiven Podiumsdiskussionen mit Charlotte Bauer (stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek), Prof.in Dr.in Irene Schneider-Böttcher (DIU. Dresden International University), Dr. Jens Blecher (Direktor des Universitätsarchivs) und Dr.in Uta Kremer (Digital Humanities) wurde deutlich, dass im Bereich Gleichstellung weiterhin Handlungsbedarf besteht – z.B. in Bezug auf Kinderbetreuung, Mentoring und Quotenregelungen.

Durch das interaktive Abstimmungstool wurde jedoch auch deutlich, dass die Universität nach Meinung der Anwesenden ein Ort ist, an dem sich Präferenzen bezüglich Beruf und Familie tendenziell gut vereinbaren lassen.

Es war ein feierlicher und den Frauen der Alma Mater Lipsiensis würdiger Abend, der nochmal mit Nachdruck klargestellt hat: „Ohne Frauen ist keine Universität zu machen". 

        

     

(c) Swen Reichhold