Inklusion

Inklusion bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft, wozu auch ein gleichberechtigter Zugang zu (Hochschul-)Bildung sowie gleichberechtigtes Arbeiten gehören (Art. 24 Abs. 5 UN-BRK und Art. 27 UN-BRK). Zu den Menschen mit Behinderungen zählen gemäß der UN-Behindertenrechtkonvention (UN-BRK) „Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können“ (Art. 1 UN-BRK).




 

Inklusion im Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig

Das Thema Inklusion ist über den Prorektor für Bildung und Internationales, Prof. Dr. Thomas Hofsäss, zentral in der Hochschulleitung der Universität Leipzig verankert und als Querschnittsthema an verschiedenen Stellen angebunden: Beispielsweise vertritt die Senatsbeauftragte für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen die Interessen dieser Personengruppen an der Universität Leipzig durch Beratung und Gremienarbeit, das Referat Inklusion des Studierendenrates bietet Studierenden einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratung und Unterstützung und die Schwerbehindertenvertretung setzt sich für die Interessen der MitarbeiterInnen mit Behinderung ein. Das Gleichstellungsbüro versteht sich dabei als organisatorische Schnittstelle, die die verschiedenen AkteurInnen vernetzt und die Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich Inklusion koordiniert, bündelt und gemäß des Hochschulaktionsplanes Inklusion in die Gesamt-Diversitäts-Strategie der Universität einbettet.  

Grundlage unserer Arbeit ist der Hochschulaktionsplan Inklusion, der auf eine nachhaltige Organisations- und Strukturveränderung abzielt:  Die Universität soll zu einem Raum (um)gestaltet werden, an dem Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt teilhaben können. Zu unseren konkreten Aufgaben gehören unter anderem:

  • Netzwerkarbeit mit internen und externen AkteurInnen
  • Beratung Universitätsangehöriger zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention


Hochschulaktionsplan Inklusion 2017

Grundlage des Hochschulaktionsplans Inklusion der Universität Leipzig ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 mit der Ratifizierung durch die Bundesrepublik Deutschland verpflichtend ist.

Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aus dem Jahre 2016 konkretisiert diese Verpflichtung und sieht die Entwicklung hochschulspezifischer Aktionspläne für alle sächsischen Hochschulen vor. Auch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fordert, dass Hochschulen die besondere Situation von Studierenden und MitarbeiterInnen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen anerkennen und Chancengleichheit gemäß der UN-BRK verwirklichen und erhob das „Leitbild der inklusiven Hochschule“ zu einer von 7 Leitlinien der Hochschulentwicklungsplanung 2025.

Ein erster Schritt auf diesem Weg wurde durch die Studie „Auf dem Weg zur inklusiven Hochschule“ getan, indem hier der Ist-Stand im Bereich Inklusion an den sächsischen Hochschulen eruiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet wurden.

Eine zentrale Empfehlung der Studie ist eine strategisch institutionelle und konzeptionelle Verankerung des Themas Inklusion. Dies soll durch die Verabschiedung und kontinuierliche Fortschreibung eines universitätsspezifischen Aktionsplans Inklusion gewährleistet werden.


Beirat für Inklusion

Zur Vorbereitung und Umsetzung des Aktionsplanes Inklusion wurde an der Universität Leipzig ein Beirat für Inklusion als Rektoratskommission eingerichtet. Aufgabe des Beirats für Inklusion ist es, Empfehlungen und Stellungnahmen zum hochschulspezifischen Aktionsplan Inklusion der Universität Leipzig abzugeben

Die inhaltliche und organisatorische Begleitung des Beirats liegt beim Gleichstellungsbüro als Geschäftsstelle des Beirates.

Um den Aktionsplan Inklusion auf eine möglichst breite Basis zu stellen, wurde der Entwurf im Rahmen des Hochschulaktionstages „Inklusion inklusive?!“ am 3.Juli 2017 hochschulöffentlich vorgestellt. Weitere Maßnahmen für eine verstärkte Partizipation der Hochschulmitglieder werden derzeit erarbeitet und umgesetzt. 

Der Aktionsplan soll im Herbst 2017 vom Senat beschlossen werden. Anschließend beginnt die Umsetzung der darin festgeschriebenen Maßnahmen.

Mitglieder des Beirats für Inklusion

Der Kommission gehören als stimmberechtigte Mitglieder an:

Prof. Dr. Thomas Hofsäss
(Prorektor der Universität Leipzig; Vorsitzender des Beirats für Inklusion)          

 

Georg Teichert

(Zentraler Gleichstellungsbeauftragte, Projektleiter Diversity-Audit der Universität Leipzig)

 

Anett Ammer-Wies

(Senatsbeauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten)

 

PD Dr.in Cornelia Engler 

(Vertrauensperson für Menschen mit Behinderung im Hochschulbereich)

 

Johannes Noack                                

(Referent für Inklusion des Student_innenRates)        

 

Thomas Arndt

(Beauftragter des Arbeitgebers für die Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen)

 

Katharina Risch

(Vertreterin des Dezernats 2: Akademische Verwaltung)  

                       

Prof. Dr. Kai von Klitzing                                                    

(Vertreter des Akademischen Senats)                         

Dr.in Sabine Korek

(Referentin für Betriebliches Gesundheitsmanagement)             

Prof. Dr. Tim Drygala

(Vertreter der Dekane)         

                                   

Imre Bösze

(Vertreter des Gesamtpersonalrats  )

          

Mit beratender Stimme:

 

N.N.

(Vertretung des Kanzlerinnenbereiches)

                                                  

Kathrin Rieger

(Geschäftsführende Gesellschafterin ZAROF.GmbH)                                                

Weitere Personen können themenspezifisch zu einzelnen Sitzungen eingeladen werden, sie haben dann eine beratende Stimme.


letzte Änderung: 13.09.2017